Kann man mit NLP manipulieren ?
Das ist glaube ich eine der häufigsten Fragen, die im Zusammenhang mit NLP gestellt wird. Wenn man es mal ganz neutral betrachtet, bedeutet “manipulieren” einfach nur – beeinflussen. Die meisten Menschen meinen damit, eine Beeinflussung gegen den eigenen Willen oder auch zum eigenen Schaden. Gleich vorweg – das funktioniert mit jeder Kommunikationsmethode – auch mit NLP. Diese Art der Kommunikation und der Beziehung zwischen Menschen ist allerdings nur von kurzer Dauer. Und daher nicht empfehlenswert! In seriösen NLP-Ausbildungskursen wird dies auch nicht gelehrt. Und zu diesem Zweck ist NLP auch nicht entwickelt worden. Häufiger nutzen wir allerdings unsere Sprache – ohne böse Absicht- häufiger zum Schaden von anderen, als dies uns bewußt ist. Wir suggerieren anderen: Das kannst Du nicht ! – Dazu bist Du nicht in der Lage. – Was sollen denn andere von Dir denken ? – Meinst Du das funktioniert ? – Das ist doch viel zu risikoreich. – Du bist doch gar nicht kompetent genug. usw. Und manchmal sprechen wir auch mit uns selbst so.
NLP schult den Umgang mit Sprache. Die Sensibilität für Worte steigt und es wird einem bewußt, wie wir andere beeinflussen und wie andere uns beeinflussen – oder sollte ich “manipulieren” sagen ?
Langfristig brauchen wir gute Beziehungen zu Menschen im privaten und im beruflichen Bereich. Das brauchen wir für unser seelisches Wohlergehen und für unseren persönlichen Erfolg. Ich bin der Meinung NLP – und auch andere Kommunikationsmethoden- helfen uns dabei wieder weniger zu manipulieren (im Sinne von negativ beeinflussen). NLP hilft Worte sorgfältiger zu gebrauchen. Am Anfang nicht immer, aber mit der Zeit immer häufiger.
Und was stattdessen ?
Es gibt im NLP z.B. ein kleines Modell, das nennt sich “Moment of Excellence”. Eine Methode sich und andere in kraftvolle/ressourcevolle Zustände zu versetzen. Das hilft mit einigen angespannten Situationen im Alltag besser zurecht zu kommen. Was wir im Alltag oft mit uns selbst und anderen tun ist, “Moments of Disaster” zu erschaffen. Immer wieder über das unangenehme Erlebnis mit dem Partner, dem Arbeitskollegen oder mit der Freundin zu referieren und damit die eher negativ empfundenen Gefühle immer wieder zu erleben.
Mit den “Moment of Excellence” kann ich mich selbst und andere dagegen beeinflussen wieder in Gelassenheit, Kraft und in positiver Energie zu kommen. Also sich kraftvolle und schöne Momente in Erinnerung zu rufen. Erfolgserlebnisse innerlich vor dem geistigen Auge ablaufen zu lassen. Das hilft mir, das unterstützt meinen Gegenüber und führt langfristig zu guten Beziehungen.
Übrigens die meisten sind überrascht, wie leicht man NLP lernen kann. Und die meisten sind dann überrascht, wie lange es braucht, bis es wirklich verinnerlicht ist. Und da wir alle auch “nur” Menschen sind gelingt uns das nicht immer, aber mit der Zeit immer häufiger.
Ich hoffe ich habe die Worte weise gewählt.
© Ralf Hungerland, Hamburg 01. Januar 2010,

Lieber Ralf,
finde es erleichternd und erfüllend, dass du diese kritische Frage nochmal ganz offiziell zum Thema machst. Gerade am Anfang der Ausbildung “muss” man sich diese Frage häufig stellen lassen…und dann darauf immer eine weise Antwort und die richtigen Worte zu finden….das find ich manchmal echt schwer. Ich kann es schwer beschreiben. Kann es aber fühlen! Dass NLP nicht mit negativen Beeinflussen oder “manipulieren” im klasssischen Sinne zu tun hat. Es fühlt sich friedlich, zusammenbringend, einfühlend und sanft unterstützend und begleitend an. Schade, dass immer wieder Leute, die sich mit NLP nicht näher befasst haben, diesen ersten Eindruck von NLP haben. Wie gesagt…ich bin auch erst ganz am Anfang…aber ich kann nur sagen: Danke für diese Bereicherung in meinem Leben!
Einen tollen Start ins neue Jahr. Danke für deine wohltuenenden Worte. Es macht Spaß diesen “Artikel” durchzulesen und die leise Stimme in einem zu hören, die die ganze Zeit zustimmend nickt und sagt: Wie Recht der Ralf doch hat!:-)
Verena Dzur - Freitag, 1. Januar 2010 at 17:15 UhrAlles Gute….
Liebe Verena, danke für diesen motivierenden Kommentar. Bandler und Grinder haben aus der Arbeit der Therapeuten Virginia Satir, Milton Erickson und Fritz Perls NLP entwickelt. Allen verbindet ein sehr positives Menschenbild. Bandler und Grinder haben sehr gute technische Werkzeuge geliefert, um mit Menschen zu arbeiten und zu kommunizieren. Die NLP-Szene ist nach über 30 Jahren ziemlich bunt geworden. Man muß schon genau hinschauen, wer was wie lehrt. Das gilt für viele andere Dinge aber auch. Ganz liebe Grüße Ralf
Ralf Hungerland - Freitag, 1. Januar 2010 at 17:54 UhrLieber Ralf, Du:
Dieter - Mittwoch, 9. Februar 2011 at 18:46 UhrÜbrigens die meisten sind überrascht, wie leicht man NLP lernen kann. Und die meisten sind dann überrascht, wie lange es braucht, bis es wirklich verinnerlicht ist. Und da wir alle auch “nur” Menschen sind gelingt uns das nicht immer, aber mit der Zeit immer häufiger.
JA! Genauso ja wie zu deinem gesamen Kommentar.
Ich froh mit dir einen wertschätzenden Lehrmeister für das “richtige” NLP gefunden zu haben.
Auf das meine Moments of Disaster stetig weniger werden…
Licht und Liebe
Dieter Kreikemeier
Lieber Dieter, danke das freut mich sehr zu lesen und das ich Dich begleiten darf. Und im übrigen “Moments of Disaster” sind auch was sehr menschliches. Und dieser Teil darf bleiben. Alles Liebe Ralf
Ralf Hungerland - Donnerstag, 10. Februar 2011 at 10:42 Uhr