NLP und Rückführung
Allgemein wird unter „Rückführung“ die Rückführung in ein voriges Leben verstanden.
Im NLP kennen wir über die Time-Line-Arbeit bereits die Rückführung in die Kindheit. Ausgehend von einem Problem in der Gegenwart gehen wir solange zurück in die Vergangenheit dieses Lebens, bis wir an den Punkt kommen, an dem das Problem zum ersten Mal aufgetreten ist. Häufig findet man den Ursprung in der Kindheit oder in der Pubertät, in der Regel verbunden mit Situationen, an denen Personen beteiligt waren, die uns sehr nahe stehen oder standen wie Eltern/Verwandte oder auch Autoritätspersonen wie ein Lehrer/eine Lehrerin, ein Priester/Pfarrer. Häufig geht es darum, dass uns damals etwas angetan wurde oder wir mit bestimmten Problemen nicht gut umgehen konnten, weil uns die notwendigen Erfahrungen und Ressourcen gefehlt haben.
Im NLP arbeiten wir dann mit Interventionen, d.h. wir „transportieren“ Ressourcen in die Kindheit und geben dem Gehirn die Aufgabe, einen neuen Film mit einer neuen emotionalen Kopplung zu entwickeln. Dieses Verfahren hilft uns, das Erlebnis zu verarbeiten und dadurch neue, verbesserte Verhaltens-/ Einstellungsprogramme für die Gegenwart und die Zukunft zu entwickeln.
Wenn es um tiefer gehende Konflikte mit anderen Personen geht, ist häufig auch Vergebungsarbeit notwendig, damit die Ressourcen sich entfalten können. Aus der Arbeit mit der systemischen Familienaufstellung wissen wir, dass wir familiär verbunden sind mit unseren Eltern, unseren Großeltern, unseren Geschwistern und weiteren Verwandten. Aus dieser Verbundenheit mit unseren Angehörigen können sich Verstrickungen ergeben, die wiederum auch Einfluss haben auf unsere Verhaltensprogramme/Konditionierungen und/oder Ängste. Wir übernehmen unbewusst bestimmte Muster oder tragen eine Schuld, die ein anderer begangen hat.
Wie passt das nun alles mit der Rückführung ins Vorleben zusammen?
In der Time-Line kam ich in den letzten Jahren immer häufiger an den Punkt, dass sich der Ursprung des Problems nicht in der Kindheit und noch nicht einmal bei der Entstehung des jetzigen Lebens, der Geburt, lokalisieren ließ. Der Klient/die Klientin äußert dann von sich aus, dass das Leit- bzw. Leidgefühl immer noch besteht. Wenn sowohl Coach/Therapeut als auch die Klientin/Klient bereit sind, einen weiteren Schritt rückwärts zu gehen, dann liegt die Vermutung schon nahe, dass der Ursprung nicht in diesem, sondern in einem vorherigen Leben zu finden ist. Dabei ist es nicht entscheidend, dass der Klient/die Klientin daran glaubt, dass es ein vorheriges Leben gibt. Es ist lediglich eine Offenheit bzw. Bereitschaft dazu notwendig. Aus ethischen Gründen sollten wir dem/der Klienten/Klientin jedoch die Wahlfreiheit geben, ob er/sie die Rückführung in das Vorleben möchte. Der Coach/Therapeut sollte davon überzeugt sein, dass diese Art der Intervention hilfreich ist. Ob der Coach/Therapeut an die Reinkarnation glaubt, ist für den Anfang nicht von entscheidender Bedeutung – aber hilfreich.